Wahre Worte zur Weihnacht

Gerade auf dem Heimweg von den lieben Toten über den Bahnhofsvorplatz gefahren. Gröhlten ein paar Heiligspätnachmittagschonbesoffene:

HeguggamoledeandrohteasldoohZuarickendiazuakonft

Genau so isses, so wird’s werden.

Ein Unterhaltungsangebot

Nachdem das jetzt eine Weile lang „Das aktuelle Bild“ war, jetzt doch als News, weils so nett ist:

Nein, das ist nicht dasselbe Bild von neulich schon wieder. Das hier ist gut zweieinhalb Jahre neuer. Aber man hat sich alle Mühe gemacht, damit es genauso aussieht wie das damalige.

Es ist das erste Bild vom Cheffalter, nachdem er geklaut und wiedergefunden war, dokumentiert in der news “Schon wieder: ein Cheflieger entwendeten“
Darin enthalten ist das allererste Bild der „Feinheit“, noch frisch vormontiert. Und jenes Bild war nun das Vorbild für dieses Bild oben, das erste im „second life“.

Jetzt gibt es dieses Unterhaltungsangebot:
Man/frau suche, was sich am Fahrrad seither alles geändert hat. Je nach Zählart sind es acht oder neun Details.
Wer findet sie?
Zusatzfrage an die „Eingeborenen“: Wo war/ist das?

Zur Wahl 2017

Zur Bundestagswahl 2017 die Wiederholung der news zur Wahl von vor vier Jahren:
„Die Wahl und ein Buch-Tipp“

Da ist wenig zu ergänzen. Leider: die – eigentlichen – Probleme haben sich schlicht vier Jahre lang verschärft, mangels Thematisierung.

Die Grünen setzen weiter darauf: „Wählt uns, dann kreieren wir das ultimative ökologische Wirtschaftssystem, und Ihr Bürger müsst darin schlicht egoistisch agieren, und alles wird gut“. Nein, es greift zu kurz, Menschen auf ökologisch wählende Ego-Optimier-Maschinchen zu reduzieren. Ich weiß, sehr verkürzt formuliert, pardon. Aber ich denke, es trifft’s.

Die Linken kümmern sich weiter um eine gerechte Wohlstandsverteilung. Auf jeden Fall ehrenvoll, aber auch das greift zu kurz. Diese Woche konnte ich – nun zum sechsten Mal – Sahra Wagenknecht erleben (beim vorletzten Mal „durfte“ ich ihr eine dreiviertel Stunde lang das Mikro halten, weil der Mikroständer versagt hatte). Alles ok, was sie sagte, aber kein Wort zum Zustand des Planeten. Immerhin kam in der Einführung unserer Tübinger Linken-MDB, Heike Hänsel, einmal das Wort Klimawandel vor. Woher kommt denn unser „Wohlstand“? Klar, schon auch auf Kosten einer prekären Mehrheit überall sonst auf dem Planeten – kurz gesagt: die Hauptursache der Fluchtproblematik. Aber eben auch auf Kosten des geschundenen Planeten selber.

Meine lange gereifte Erkenntnis kommt im hiesigen politischen Diskurs nicht vor. Sie lautet, hochkonzentriert: Wir Menschen sind zu viele, und in den einschlägig bekannten Regionen lassen es sich viele  zu gut gehen, wenige davon sogar viel zu gut.

Mittelfristig werden wir Menschen unsere Lebensgrundlagen erschöpft haben, dann beginnt der Überlebenskampf erst. Das mag nach Sonntagsrede klingen, alle wissen wir, dass uns sowas blüht. Es wird verdrängt, doch die Gefahr ist real. Dann könnte das biologische Minimalprinzip herrschen, das besagt, dass die Größe einer Population bestimmt wird vom Vorhandensein der knappste Ressource, die diese essentiell benötigt. Oder uns blüht sowas wie eine biologische Marktwirtschaft, Angebot und Nachfrage: so viel Menschenfleisch werden sich auf Dauer Bakterien oder Viren nicht entgehen lassen. Was passiert wohl, wenn Antibiotika o.Ä. einmal Epidemien nicht mehr verhindern können?

Die Erkenntnis, dass wir Menschen nur eine Spezies unter vielen sind, ist
in unseren Tagen unterbelichtet. Es würde das Aufgeben eines anthropozentrischen Weltbilds zugunsten eines biozentrischen bedeuten. Das würde Demut und Bescheidenheit der Gattung, sowie jedes Einzelnen einfordern.

Bestand hat nach wie vor die Überzeugung, dass das eigene Engagement fürs nicht-mehr-Autofahren ein wichtiger Beitrag ist fürs sich Selberbescheiden. Und dieses Selberbescheiden bleibt der wichtigste Schüssel im menschlichen Überlebenskampf.

Ich werde wieder links wählen. Und ich überlege, nach der Wahl einen erneuten Vorstoß zu versuchen, dunkelgrünes und dunkelrotes Denken zusammenzubringen.

Aktuelle Bilder

Eine vernachlässigte Tradition ist wiederbelebt, es gibt wieder häufiger „aktuelle Bilder“. Eine geniale Alt-Browser-Modifikation macht es möglich, mit den old-macs wieder bequemer an der Homepage basteln. Wer Lust dran hat/hatte, kann hier drunter in der Fußleiste diesen Link da drücken: „Das aktuelle Bild“. Und wenn wer selber ein schönes Bild hat, einfach schicken. Vielleicht kommt’s mal rein hier.

Reportagen zu 200 Jahre Fahrrad

Die Tübinger Lokalpresse, das Schwäbische Tagblatt, widmet zZ den regionalen Fahrradaktivitäten eine Artikelserie in loser Folge. Anlass ist der zweihundertjährige Geburtstags des Ur-Fahrrades von Karl Drais. Heute im Blatt die Reportage über Radnabel.

Vierfünftel Zeitungsseite, das übertrifft alle Erwartungen. Mit Wohlwollendem war schon zu rechnen, so wie vor ein paar Tagen die Befragung hier in der Werkstatt verlaufen war. Angenehm und entspannt, wie Sabine Lohr mit viel Zeit und großem Verständnis Fragen stellte, wie wir vom Hundertsten ins Tausendste kamen. Ich bewundere immer, mit welcher Stringenz die ProfischreiberInnen dann aus sowas kompakte, strukturierte Artikel fertigstellen.

Naja, ein paar Entlein, sind dann doch wieder drin, wie immer, aber da gab‘s schon Schlimmeres. Diesmal zB „Friedrichshafen“ anstatt „Ludwigsburg“, geschenkt, „ohne Lenker“ anstatt „mit Untenlenker“, zugegeben, das ist auf dem Bild nicht zu sehen, „Ortsvorsteher“ anstatt „Leiter des legendären Schönbuchforstamtes Bebenhausen“, da werden sich ältere Tübinger die Augen gerieben haben, und wieder einmal: „schweißt“ anstatt „lötet“… Und die Sache mit dem eigenen Antrieb konnte Sabine Lohr nicht verstanden haben, so wie ich‘s viel zu komprimiert zu erklären versuchte. Aber nett, wie Profi dann da drübernüber schreibt. Die Zeit verging eh wie im Flug, und vieles, was ich mir vorgenommen hatte anszusprechen, blieb unbesprochen: Politisches vor allem, das erst die Begründung geliefert hätte, warum es richtig und wichtig sei, dass einer diesen Job hier macht. Doch wo in dem eh schon langen Artikel hätte sowas auch noch Platz gefunden?

Gegen Ende des Interviews kam die Fotografin Anne Faden dazu, es gab einen Kaffee und ganz unkomplizierte Gespräche zum Ausklang. Als Frau Lohr sich verabschiedet hatte, ging‘s ans Fotografieren. Und danach kam, was die Anne sich schon lange wünschte, mal auf sonem Rad zu sitzen. Sie ist sozusagen einfach dahingeschmolzen.


Nachtrag am 5. September

Wo gibt’s denn sowas!
Heute hier im Blättle die „wichtige“ Nachricht, Baumanns Leinöl-Scheibenbremsfalter sei geklaut worden. Sabine Lohr hatte für den Artikel (oben) auf der Homepage recherchiert und natürlich die news „Schon wieder: ein Cheflieger entwendeten“ entdeckt. Es war ihre Idee, dazu im Tagblatt noch einmal nachzulegen. Da lief keine Lobbyarbeit im Hintergrund. Das macht jetzt einen Satz rote Ohren und freut doch wahnsinnig. Jetzt weiß es der ganze Landkreis.

Und Nachtrag am 9. September

Eben: Wo gibt’s denn sowas: er ist wieder da!!
Gestern hier beim Nachbarn abgegeben, die genaueren Umstände sind noch nicht klar. Davor hatte er‘s immerhin einmal durch die halbe Stadt geschafft, fast keine Vandalismusspuren, vertraut wie eh und je. Inzwischen ist er schon wieder 150 Kilometer „älter“, einmal Schwarzwald und zurück. Fährt so klasse, wie ich mich freue!

Großen Dank an die Finderin/Überbringerin, erster Mailkontakt besteht, mal schauen, was draus wird. Und nochmal großen Dank an Sabine Lohr, die Redakteurin, für diese absolute Sonderbehandlung, über so eine Lapalie zu berichten, ein gekautes Fahrrad.

Schon wieder: ein Cheflieger entwendeten

Und: wieder zurück!
Man könnte diese news also entfernen. Doch die Geschichte ist so besonders, das muss verewigt bleiben. Kurze Story der Wiederfindung hier (unten).


Der einzigartige Leinöl-Scheibenbrems-falter ist weg. Bin selber schuld, er war kurz unabgeschlossen, so wie seit Jahr und Tag allabendlich während des Einkaufs auf dem Nachhauseweg (bergan, deshalb ohne schweres Schloss).

Ich denke nach wie vor, mit so einem Fahrzeug fangen sowieso nur Sanftmütige was an. Was also will einE von krimineller Energie DurchdrungeneR mit sowas? Und wo überhaupt will man/frau sich mit so einem besonderen Rad zeigen? Jetzt sind also drei Cheflieger weg (mit dem in der Garage verbrannten heiligen Ur-atl sogar vier), es reicht.

Das Rad ist in der Tat einzigartig. Es hat als Rostschutz nur einen Leinölfirnis-Überzug, man sieht also die blanken Rohre, die funkelnden Lötstellen. Eine überlieferte Bauerntechnik, aufwendig und schön. Doch wie immer bei Radnabel entspringt Schönheit aus Sinnhaftem. Dieses Rad ist/war Versuchsrad, es sollte möglich sein, etwas zum Ausprobieren anzulöten: Lötstelle einlacken, löten, erneut Öl auftragen und fertig.

Zwei Bilder:
das erste Bild vom ersten Scheibenfalter:

und – neulich in den Vogesen – vielleicht das letzte (??):

So manches Mal ist ja ein Radnabel dann doch wieder aufgetaucht. Es bleibt die Hoffnung.

Aus diesem Anlass wieder eine aktualisierte Geklaut-Liste:

klassik
900501
910308
910317
920705
920714
930149
930150
960700
960703
960718 mit Rohloff 016343 silber
960785

falter
13/13
31/31 mit Rohloff 072856 silber

Triplenews

Vorletztes Wochenende kulminierten die Ereignisse. Von dreien, die untereinander zu tun haben, wird hier berichtet.

Zunächst darf wohl erwähnt werden, dass wir in den letzten Wochen mit Iranischer Kundschaft zu tun hatten, ein wirklich angenehmer Neuzugang. Die Sache hatte eine jahrelange Vorgeschichte. Vor vier Jahren waren zwei Tübingen Brüder durch den Iran geradelt auf ihrem Weg nach Südostasien http://www.radnabel.com/atl-auf-weltreise/ . Dort freundeten sie sich an mit Roozbeh, der seither den Wunsch hegte, einmal einen falter sein Eigen zu nennen. Nun war die Zeit dafür reif, der sechswöchige Jahresurlaub wurde investiert. Erst hatte Roozbeh geplant, den Heimweg zu radeln. Doch Orbans Ungarn, sowie Rumänien ließen ihn nicht passieren. So gab‘s eine Rest-Europa-Tour mit Rückkehr nach Tübingen gerade rechtzeitig, dass Roozbeh mitkommen konnte nach Germersheim zur SPEZI, wo wir seinen falter frisch geputzt ausstellten. Weil Mannheim in der Nähe liegt, gab‘s am Tag zuvor den fälligen Huldigungs-Besuch bei der dortigen Drais-Ausstellung
200-Jahre-Fahrrad .

Damit sind die drei Themen genannt:
– Irankundschaft
– Karl Drais und die Folgen
– Spezi 2017

Zum Ersten: sehr angenehmer, manierlicher Kerl, der Roozbeh. Wir hatten im Vorfeld in monatelangem Mailkontakt alle Details seines Wunsch-falters geklärt. Dabei – und mehr noch, als er hier war – habe ich manches dazugelernt über sein Land, und gleichzeitig einiges nachgelesen darüber. Weltanschauliches wurde weitgehend ausgespart, dies scheint die Strategie zu sein, in dem dortigen Regime klarzukommen. Es gibt nun eine fast nicht auszuschlagende Einladung, Roozbeh bald einen Gegenbesuch in seiner Heimat abzustatten mit von ihm geführter Radtour durch sein Land. Ich habe Skrupel. So sehr ich inzwischen sehe, wie die Anti-Iran-Kampagnen von USA und Israel von schnöden Eigeninteressen geleitet sind, habe ich doch große Vorbehalte, mich in dieses Land zu begeben. Aus ganz privatem Grund: dem Umgang dieses Regimes mit Homosexuellen, die grundsätzlich mit dem Tod durch Erhängen bestraft werden. Unvergessen die öffentliche Ermordung zweier Minderjähriger 2005 (siehe: https://de.wikipedia.org/wiki/Mahmoud_Asgari_und_Ayaz_Marhoni . Es gibt Videos von deren Hinrichtung, so grausig!).

Zum Zweiten, verbunden mit Erstem: Für Roozbeh war die Ausstellung in Mannheim – dort die ersten Fahrräder zu sehen, deren erster Anfang sich genau dort ereignete – ein echtes Erlebnis. Wir hatten das Glück, einer Führung beizuwohnen, ich übersetzte so gut es ging ins Englische. Einmal kam die Rede darauf, dass ja im Iran noch heute Frauen das Radfahren verwehrt sei. Ich übersetzte, und nachts darauf übermittelte Roozbeh diese Begebenheit elektronisch in die Heimat. Vormittags danach berichtete er von Hunderten Reposts, in denen Iranerinnen aufgebracht kundtaten: „aber wir radeln trotzdem!“. Die Geschichte des Fahrrads begann bekanntlich 1817 in Mannheim mit der Erfindung der Laufmaschine durch Karl Drais. Die ersten Fahrversuche machte er im dortigen Schlossgarten, seine erste Ausfahrt auf der gut ausgebauten Traversale Richtung Schwetzingen. Erst neulich wurde ich auf die Biografie über Drais aufmerksam, die der verehrte Hans-Erhard Lessing bereits 2003 vorlegte, sein „Halb-Lebenswerk“. Lessings „Das Fahrradbuch“ von 1978 war seinerzeit Beistand bei der Entscheidung für mein eigenes Fahrrad-Engagement, sowie in der Anfangszeit der Firma wichtiger Wegbegleiter. Vor ein paar Jahren erhielt ich tatsächlich einen Anruf von Lessing in der Werkstatt, der mich einigermaßen mit Stolz erfüllte. Ich arbeite mich nun seit Wochen durch diese Biografie, über 500 Seiten.

Hans-Erhard Lessing
Automobilität
Karl Drais und die unglaublichen Anfänge
Verlag Maxi Kutschera
ISBN 3-931965-22-8

Erstaunlich, wie viel noch überliefert ist von damals, Lessing druckt unendlich viele Faksimile ab. Noch erstaunlicher, wie rasch sich die Draisinen in ganz Europa und den USA verbreiteten. Allerdings hatte Drais monetär fast nichts davon, denn es gab damals praktisch noch keinen Patentschutz. Erstaunlich zB auch, wie Drais später während seines achtjährigen Brasilien-Aufenthalts auf die Umweltzerstörung durch den Goldgräber-Tagebau aufmerksam machte – schon damals! Neu vor allem die Erkenntnis, dass Drais eben nicht dieser verschrobene Nichtsnutz war, der verarmt im Alkoholismus endete. Lessing dokumentiert haarklein, dass dieses Drais-Bild kolportiert wurde, nachdem Drais in der Badischen Revolution 1849 öffentlich seinen Adelstitel abgelegt hatte: nicht mehr Freiherr Karl Drais von Sauerbronn, Patenkind des ehemaligen Herrschers. Er wurde daraufhin von der Obrigkeit gemobbt, die solche Gerüchte streute. Seine Pension wurde einbehalten, was er noch zwei Jahre überlebte.

Herr Lessing wird mir nachsehen, dass ich versuche mitzuhelfen, dass sein Resümee der Drais-Biografie Verbreitung findet, Richtigstellungen:

Zum Dritten: In Germersheim stellten wir dieses Jahr aus:

– den zuletztverkauften Rohloff-Scheibenbrems-klassik, inzwischen Standard,

– den ersten Breitreifen-BEATL, der immer noch nicht seine 45km/h-Zulassung hat, einfach weil das Projekt über den Winter ruhte,

– den zuletztverkauften Scheibenbrems-falter, eben den von Roozbeh nach dessen sechswöchiger Rest-Europa-Tour.

Die Stimmung war diesmal wie gewandelt. Zunächst mal: was ein klasse Team! Zu fünft: bequem, um sich am Stand abzuwechseln, der Chef mit vier seiner Kundenfreunde, die sich da freiwillig mit hinstellten: wo gibt‘s denn sowas nochmal!


Peter – Roozbeh – Ewald – Chef – Gerd

(oder das Cheffle, wie der Ralf mich gerne nannte mit „ff“: das das Geld cheffelt, oder Chäffle: das immer schafft)

Seit Jahren befremdet ein zunehmender Trend, im Drais-Jahr wird der vollends merkwürdig: zum 200-Jährigen des Zweirads stehen da fast nur noch Dreiräder, Trikes, Velomobile. Voll akzeptiert, zum einen als Lastenräder oder für Behinderte, zum andern, dass man sowas Aerodynamisches im flachen Holland und in Norddeutschland bevorzugt. Aber was sollen diese schweren Ungetüme im Bergigen? Was ist aus den eigentlichen (Einspur-) Liegerädern geworden. Radnabels Erklärungsversuch geht so: Es hat sich herausgestellt, dass herkömmliche, rein sportlichen Kurzlieger, Tieflieger, Snakes usw. nur zum Schnellfahren und zu sonst wenig zu gebrauchen sind. Jetzt wird endlich wahrgenommen, dass die Radnäbel wirklich taugen im Alltag. Das aktuelle Werbesprüchlein lautet denn auch: „unser Sport: alltäglich ein wenig die Welt retten“.

Das ist die eine Seite des aktuellen Flyers, die andere geht so .

Muss ich erwähnen, dass ich mit dem, was üblicherweise als Sport verstanden wird, nichts zu tun haben will: Doping, Werbeverträge, Fußballclubs als börsennotierte Konzerne, Männer-Konkurrenzspielchen – und Frauen tun‘s ihnen nach, deutsche Kultsportarten wie in Stinkern im Kringel brettern, Fechten – ein Tötungsritus, oder der Gipfel: Biathlon: Skifahren + Schießen – wie pervers. Alles Zeugs, was die Welt wirklich nicht weiter bringt. Nein, wir machen unseren Sport im Alltag. Dazu taugen die Alltagslieger, das wird offenbar allmählich verstanden. Das Publikumsinteresse war diesmal überwältigend. Andauernd gab es mehrere Beratungen gleichzeitig.

Kultobjekte

Neunhundert, also dreißig mal 30 Jahre Radnabel. Macht den Hauch einer Vorstellung über die Dauer eines Jahrtausends. Die Christen waren erst halb so alt, die Evangelen gab’s die halbe Zeit noch gar nicht, Fahrräder vier-Fünftel davon noch nicht, usw…

Das Jubiläum wurde bereits im Mai in bescheidenem Rahmen begangen. Nun ist dieses bei weitem nicht nur monetär wertvolle Jubiläumsgeschenk von Wilfrieds Firma SON fertiggestellt und in Empfang genommen: dreißig E-Delux-Scheinwerfer mit Jubiläumsgravur, Wahnsinn! Bevor es die nun in die Welt verstreut, muss ein historisches Bild mit noch allen beieinander festgehalten sein. Es dürfte schwer werden, sie noch einmal alle zusammen zu bringen.
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Die limitierte Sonderlinge gehen jetzt auf Reise in die Radnabelwelt. Die meisten davon sind vergeben, für „Teuergeld“: auf der einen Seite als Wertanlage, Sammlerstück, Spekulationsobjekt, auf der anderen, um mit dem Erwerb die immer klamme Firma zu unterstützen. Es werden aber auch ein paar an für die Firma ganz Wichtige (wirklich: ganz Wichtige!) als Geschenk weitergereicht.
Und es hat noch einen Rest „käuflicher“ E-deluxe. Bei Interesse: Modalitäten erfragen. Grundvoraussetztung ist allerdings, bereits einen Radnabel sein Eigen nennen zu können, logisch.

Wieder einer: geklaut!

Gestern Nach hier in Tübingen. Steckbrief:

Baujahr 2000, kurzer Rahmen mit Rahmennummer 960718, Farben: Gelbgrün (RAL 6018) / Rapsgelb (RAL 1021). Hier eine Abbildung im nagelneuen Zustand. Das Rad wurde später „upgegraded“ mit der Rohloff 016343.

Aus diesem Anlass wieder eine aktualisierte Geklaut-Liste:

klassik
900501
910308
910317
920705
920714
930149
930150
960700
960703
960718 mit Rohloff 016343 silber
960785

falter
13/13
31/31 mit Rohloff 072856 silber