Jetzt kaufen, 50% sparen!!

Haha, zum ersten Mal bieten wir sowas auch einmal. Nicht auf alles, und nicht für alle, dafür ist das ausnahmsweise keine Bauernfängerei. Man könnte sagen Handwerker sollen „gefangen“ – besser: – begeistert werden vom Einsatz von Elektro-Lastenrädern beim Verrichten ihres Tagewerks.

Das Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg hat ein Programm „Förderung E-Lastenräder“ aufgelegt. Adressaten für diese Förderung sind Unternehmen, Körperschaften des privaten Rechts, sowie gemeinnützige Organisationen mit Sitz in Baden-Württemberg. Diese erhalten beim Kauf von E-Lastenrädern die Hälfte – maximal 4000 € – über deren L-Bank vom Land zurück. (Nachtrag am 5. April 2018: Seit dem 1. April 2018 ist die Förderung von 50% auf 30% reduziert, der Maximalbetrag von 4000 € auf 3000 € gekürzt).

Machen wir doch mit, dachte sich Radnabel. War zu klären, ob atls mit E-Motor als förderwürdige E-Lastenräder anerkannt werden. Hier der Schriftverkehr:


Radnabels Anschreiben vom 1.März an die L-Bank:


Guten Tag,

Radnabel baut seit fast dreißig Jahren alltagstaugliche „Liege“-Räder („Liege“ in Anführungszeichen, da diese Kategorisierung eher irreführend ist). Bei diesem Radkonzept ist neben anderen Anforderungen der Lastentransport  ein wichtiges Thema. Auf dem Rad selber können 70 kg Last transportiert werden. Für größere Lasten eignen sich unsere Räder als Zugmaschine von Lastenanhängern.

Natürlich haben wir von der Förderung von E-Lastenrädern erfahren. Wenn auch das Prozedere bisher an uns vorbei ging. Auf Ihrer Homepage findet sich lediglich der Hinweis, dass Fahrzeuge der EG-Fahrzeugklassen L1e bis L5e gefördert werden. Unsere Fahrzeuge fallen unter L1e. Aber nach welchen Kriterien erkennen Sie ein L1e als förderungswürdiges Lastenrad an?

Aktuell haben wir Anfragen aus dem Handwerk, ob unsere Räder die Förderung als E-Lastenräder genießen können.  Deshalb habe ich nun diese Fragen an Sie:
– Welche Kriterien muss ein E-Lastenrad erfüllen, um in den Genuss dieser Förderung zu kommen?
– Wie und von wem wurden diese Kriterien aufgestellt?
– Was müssen wir unternehmen, um mit unseren Rädern in den Genuss dieser Förderung zu kommen?

Unsere Räder haben generell das Problem der Uneindeutigkeit, die aus deren Allroundtauglichkeit resultiert. Unser Augenmerk ist darauf gerichtet, ein einziges Fahrzeug für alle Einsatzzwecke anzubieten: nur einmal viel Geld ausgeben. Eine Baukastenkonzept, rasches Anpassen an die gegebene Situation (deshalb auch die Lösung mit – unterschiedlichen – Schwerlastanhängern).

Die Eigenschaften des Radnabel-Konzepts:
http://www.radnabel.com/atl-modelle/klassik/atl-klassik-eigenschaften/

Radnabel und E-Mobilität (chronologisch, das Neueste unten):
http://www.radnabel.com/atl-modelle/elektro/

Links zu einschlägigen Bildern (allerdings motorfrei) aus http://www.radnabel.com/spektrum/atl-variationen/ :
http://www.radnabel.com/wp-content/uploads/2013/12/5g.jpg
http://www.radnabel.com/wp-content/uploads/2013/12/radtransport.jpg
http://www.radnabel.com/wp-content/uploads/2013/12/gasflasche.jpg
http://www.radnabel.com/wp-content/uploads/2013/12/holzlaster.jpg
http://www.radnabel.com/wp-content/uploads/2013/12/radperrad.jpg

Ich freue mich auf Ihre Antwort und grüße, Dieter Baumann


Erste Antwort der L-Bank vom 2.März:


Sehr geehrter Herr Baumann,

da wir uns bezüglich Ihrer unten stehenden Anfrage nicht zu 100 % sicher sind, klären wir das Ganze mit dem Verkehrsministerium BW ab und werden nach Rückantwort unaufgefordert auf Ihre Anfrage zurückkommen. Wir bitten Sie bis dahin um Geduld.

Mit freundlichen Grüßen


Zweite Antwort der L-Bank vom 6.März:


Sehr geehrter Herr Baumann,

wir haben zwischenzeitlich Rückmeldung vom Verkehrsministerium BW erhalten und teilen Ihnen zur Förderfähigkeit eines elektrisch betriebenen Liegerades folgendes mit:

Da das Unternehmen „Radnabel“ auch ein elektrisch betriebenes Rad zum Transport schwerer Lasten anbietet (http://www.radnabel.com/atl-modelle/elektro/), sehen wir hier kein Problem der Förderwürdigkeit.

Wir hoffen, Ihnen mit dieser Auskunft weitergeholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen


So einfach kann sowas sein. Jetzt sind wir also auch Lastenradhersteller (was wir natürlich schon lange wissen). Jetzt sollten die zu Begünstigenden nur noch von ihrem Glück in Kenntnis gesetzt werden können. Erster Schritt dazu: Seit heute entsteht eine weitere Modellseite „atl-lastenrad“, die genauer über das Procedere der Förderung informiert.

Wahre Worte zur Weihnacht

Gerade auf dem Heimweg von den lieben Toten über den Bahnhofsvorplatz gefahren. Gröhlten ein paar Heiligspätnachmittagschonbesoffene:

HeguggamoledeandrohteasldoohZuarickendiazuakonft

Genau so isses, so wird’s werden.

Ein Unterhaltungsangebot

Nachdem das jetzt eine Weile lang „Das aktuelle Bild“ war, jetzt doch als News, weils so nett ist:

Nein, das ist nicht dasselbe Bild von neulich schon wieder. Das hier ist gut zweieinhalb Jahre neuer. Aber man hat sich alle Mühe gemacht, damit es genauso aussieht wie das damalige.

Es ist das erste Bild vom Cheffalter, nachdem er geklaut und wiedergefunden war, dokumentiert in der news “Schon wieder: ein Cheflieger entwendeten“
Darin enthalten ist das allererste Bild der „Feinheit“, noch frisch vormontiert. Und jenes Bild war nun das Vorbild für dieses Bild oben, das erste im „second life“.

Jetzt gibt es dieses Unterhaltungsangebot:
Man/frau suche, was sich am Fahrrad seither alles geändert hat. Je nach Zählart sind es acht oder neun Details.
Wer findet sie?
Zusatzfrage an die „Eingeborenen“: Wo war/ist das?

Zur Wahl 2017

Zur Bundestagswahl 2017 die Wiederholung der news zur Wahl von vor vier Jahren:
„Die Wahl und ein Buch-Tipp“

Da ist wenig zu ergänzen. Leider: die – eigentlichen – Probleme haben sich schlicht vier Jahre lang verschärft, mangels Thematisierung.

Die Grünen setzen weiter darauf: „Wählt uns, dann kreieren wir das ultimative ökologische Wirtschaftssystem, und Ihr Bürger müsst darin schlicht egoistisch agieren, und alles wird gut“. Nein, es greift zu kurz, Menschen auf ökologisch wählende Ego-Optimier-Maschinchen zu reduzieren. Ich weiß, sehr verkürzt formuliert, pardon. Aber ich denke, es trifft’s.

Die Linken kümmern sich weiter um eine gerechte Wohlstandsverteilung. Auf jeden Fall ehrenvoll, aber auch das greift zu kurz. Diese Woche konnte ich – nun zum sechsten Mal – Sahra Wagenknecht erleben (beim vorletzten Mal „durfte“ ich ihr eine dreiviertel Stunde lang das Mikro halten, weil der Mikroständer versagt hatte). Alles ok, was sie sagte, aber kein Wort zum Zustand des Planeten. Immerhin kam in der Einführung unserer Tübinger Linken-MDB, Heike Hänsel, einmal das Wort Klimawandel vor. Woher kommt denn unser „Wohlstand“? Klar, schon auch auf Kosten einer prekären Mehrheit überall sonst auf dem Planeten – kurz gesagt: die Hauptursache der Fluchtproblematik. Aber eben auch auf Kosten des geschundenen Planeten selber.

Meine lange gereifte Erkenntnis kommt im hiesigen politischen Diskurs nicht vor. Sie lautet, hochkonzentriert: Wir Menschen sind zu viele, und in den einschlägig bekannten Regionen lassen es sich viele  zu gut gehen, wenige davon sogar viel zu gut.

Mittelfristig werden wir Menschen unsere Lebensgrundlagen erschöpft haben, dann beginnt der Überlebenskampf erst. Das mag nach Sonntagsrede klingen, alle wissen wir, dass uns sowas blüht. Es wird verdrängt, doch die Gefahr ist real. Dann könnte das biologische Minimalprinzip herrschen, das besagt, dass die Größe einer Population bestimmt wird vom Vorhandensein der knappste Ressource, die diese essentiell benötigt. Oder uns blüht sowas wie eine biologische Marktwirtschaft, Angebot und Nachfrage: so viel Menschenfleisch werden sich auf Dauer Bakterien oder Viren nicht entgehen lassen. Was passiert wohl, wenn Antibiotika o.Ä. einmal Epidemien nicht mehr verhindern können?

Die Erkenntnis, dass wir Menschen nur eine Spezies unter vielen sind, ist
in unseren Tagen unterbelichtet. Es würde das Aufgeben eines anthropozentrischen Weltbilds zugunsten eines biozentrischen bedeuten. Das würde Demut und Bescheidenheit der Gattung, sowie jedes Einzelnen einfordern.

Bestand hat nach wie vor die Überzeugung, dass das eigene Engagement fürs nicht-mehr-Autofahren ein wichtiger Beitrag ist fürs sich Selberbescheiden. Und dieses Selberbescheiden bleibt der wichtigste Schüssel im menschlichen Überlebenskampf.

Ich werde wieder links wählen. Und ich überlege, nach der Wahl einen erneuten Vorstoß zu versuchen, dunkelgrünes und dunkelrotes Denken zusammenzubringen.

Aktuelle Bilder

Eine vernachlässigte Tradition ist wiederbelebt, es gibt wieder häufiger „aktuelle Bilder“. Eine geniale Alt-Browser-Modifikation macht es möglich, mit den old-macs wieder bequemer an der Homepage basteln. Wer Lust dran hat/hatte, kann hier drunter in der Fußleiste diesen Link da drücken: „Das aktuelle Bild“. Und wenn wer selber ein schönes Bild hat, einfach schicken. Vielleicht kommt’s mal rein hier.

Reportagen zu 200 Jahre Fahrrad

Die Tübinger Lokalpresse, das Schwäbische Tagblatt, widmet zZ den regionalen Fahrradaktivitäten eine Artikelserie in loser Folge. Anlass ist der zweihundertjährige Geburtstags des Ur-Fahrrades von Karl Drais. Heute im Blatt die Reportage über Radnabel.

Vierfünftel Zeitungsseite, das übertrifft alle Erwartungen. Mit Wohlwollendem war schon zu rechnen, so wie vor ein paar Tagen die Befragung hier in der Werkstatt verlaufen war. Angenehm und entspannt, wie Sabine Lohr mit viel Zeit und großem Verständnis Fragen stellte, wie wir vom Hundertsten ins Tausendste kamen. Ich bewundere immer, mit welcher Stringenz die ProfischreiberInnen dann aus sowas kompakte, strukturierte Artikel fertigstellen.

Naja, ein paar Entlein, sind dann doch wieder drin, wie immer, aber da gab‘s schon Schlimmeres. Diesmal zB „Friedrichshafen“ anstatt „Ludwigsburg“, geschenkt, „ohne Lenker“ anstatt „mit Untenlenker“, zugegeben, das ist auf dem Bild nicht zu sehen, „Ortsvorsteher“ anstatt „Leiter des legendären Schönbuchforstamtes Bebenhausen“, da werden sich ältere Tübinger die Augen gerieben haben, und wieder einmal: „schweißt“ anstatt „lötet“… Und die Sache mit dem eigenen Antrieb konnte Sabine Lohr nicht verstanden haben, so wie ich‘s viel zu komprimiert zu erklären versuchte. Aber nett, wie Profi dann da drübernüber schreibt. Die Zeit verging eh wie im Flug, und vieles, was ich mir vorgenommen hatte anszusprechen, blieb unbesprochen: Politisches vor allem, das erst die Begründung geliefert hätte, warum es richtig und wichtig sei, dass einer diesen Job hier macht. Doch wo in dem eh schon langen Artikel hätte sowas auch noch Platz gefunden?

Gegen Ende des Interviews kam die Fotografin Anne Faden dazu, es gab einen Kaffee und ganz unkomplizierte Gespräche zum Ausklang. Als Frau Lohr sich verabschiedet hatte, ging‘s ans Fotografieren. Und danach kam, was die Anne sich schon lange wünschte, mal auf sonem Rad zu sitzen. Sie ist sozusagen einfach dahingeschmolzen.


Nachtrag am 5. September

Wo gibt’s denn sowas!
Heute hier im Blättle die „wichtige“ Nachricht, Baumanns Leinöl-Scheibenbremsfalter sei geklaut worden. Sabine Lohr hatte für den Artikel (oben) auf der Homepage recherchiert und natürlich die news „Schon wieder: ein Cheflieger entwendeten“ entdeckt. Es war ihre Idee, dazu im Tagblatt noch einmal nachzulegen. Da lief keine Lobbyarbeit im Hintergrund. Das macht jetzt einen Satz rote Ohren und freut doch wahnsinnig. Jetzt weiß es der ganze Landkreis.

Und Nachtrag am 9. September

Eben: Wo gibt’s denn sowas: er ist wieder da!!
Gestern hier beim Nachbarn abgegeben, die genaueren Umstände sind noch nicht klar. Davor hatte er‘s immerhin einmal durch die halbe Stadt geschafft, fast keine Vandalismusspuren, vertraut wie eh und je. Inzwischen ist er schon wieder 150 Kilometer „älter“, einmal Schwarzwald und zurück. Fährt so klasse, wie ich mich freue!

Großen Dank an die Finderin/Überbringerin, erster Mailkontakt besteht, mal schauen, was draus wird. Und nochmal großen Dank an Sabine Lohr, die Redakteurin, für diese absolute Sonderbehandlung, über so eine Lapalie zu berichten, ein gekautes Fahrrad.

„Was die Welt nicht mehr braucht…

…, wir hatten das“. Vergangenheitsform des frechen Spruchs aus der news vom 26.März 2016, wo es damals im Präsens hieß: „Was die Welt nicht braucht, wir haben das“. Das war zur Weltpremiere des ersten Elektro-Faltliegers, des atl-E-falter oder auch „der“ EFA.
fa_bafang_b
Seither war er mit seinem Eigner, dem Axel unterwegs. Dieser sandte ab und wann glückliche Botschaften hier her zurück. Begebenheit dieser Tage: Axel wählte als Ziel seiner Ferien-“Rad“-Reise den gut 500 km entfernten Geburtsort „seiner“ EFA, die inzwischen auf den Namen AC/DC-falter hört, um hier das erste Mal „an die Box“ zu gehen. Hier angekommen gab‘s an dem Fahrzeug wahrlich nicht viel zu warten, zu reparieren schon gar nichts.

Wir hatten zusammen eine Mittagsausfahrt, dazu nahmen wir zwei falter ohne Motor*. Erweckungserlebnis: – ach Dieter, bau mir den Motor doch wieder raus! – . Was soll ich sagen, es waren gemischte Gefühle: das Schlachten einer Weltpremiere auf der einen Seite, auf der anderen eine Erleichterung – in mehrerlei Hinsicht. Es wurde ein Paket mit an die 15 Kilo (zwei Akkus), das auf den direkten Weg nachhause ging.

Jedenfalls hatte das Fahrzeug in seiner motorisierten Zeit seine Berechtigung. Axels lange Kranken- und Leidensgeschichte brachte zuletzt Knieschmerzen mit sich, das Radfahren ging nicht mehr. Dann kam nach reiflicher Überlegung die Ausgabe für diesen teuren E-falter. Jetzt war Axel ein gutes Jahr damit unterwegs, hat währenddessen die Knie nur sanft belastet, aber eben doch viel bewegt. Und siehe da: die Knieschmerzen sind verflogen! Und überhaupt will‘s mit ihm wieder aufwärts gehen. Schön ist natürlich, dass an dieser Genesung ein atl seinen Anteil hatte, hat und vorassichtlich weiter haben wird.

Erkenntnisse für die Allgemeinheit:
1) Die Causa Elektrorad muss nicht zwingend dogmatisch gesehen werden. Es lässt sich auch eine Gelassenheit kultivieren: elektrisch fahren, wenn‘s gebraucht wird, und auf den Motor verzichten, wenn er nicht vonnöten ist. Die Bafang-atls lassen sich in halber bis dreiviertel Stunde hin und her bauen (wenn man den Umbau auf Scheibenbremse hinten nicht berücksichtigt, den wir an der EFA vorgenommen haben).
2) Altbekannt eigentlich, bei Gelenkschmerzen kann Bewegen unter wenig Last zur Genesung beitragen. Das wäre dann ein Argument fürs E-Bike aus therapeutischen Gründen.

* Die Begebenheit fand Tage vor der hier drunter stehenden statt (diese musste umgehend raus, roh und sofort). Der Axel fuhr noch den dort thematisierten Leinöl-Scheibenbrems-falter, als ihn dessen Leichtigkeit betörte und zu dem Wunsch nach „Motorfreiheit“ inspirierte.

Schon wieder: ein Cheflieger entwendeten

Und: wieder zurück!
Man könnte diese news also entfernen. Doch die Geschichte ist so besonders, das muss verewigt bleiben. Kurze Story der Wiederfindung hier (unten).


Der einzigartige Leinöl-Scheibenbrems-falter ist weg. Bin selber schuld, er war kurz unabgeschlossen, so wie seit Jahr und Tag allabendlich während des Einkaufs auf dem Nachhauseweg (bergan, deshalb ohne schweres Schloss).

Ich denke nach wie vor, mit so einem Fahrzeug fangen sowieso nur Sanftmütige was an. Was also will einE von krimineller Energie DurchdrungeneR mit sowas? Und wo überhaupt will man/frau sich mit so einem besonderen Rad zeigen? Jetzt sind also drei Cheflieger weg (mit dem in der Garage verbrannten heiligen Ur-atl sogar vier), es reicht.

Das Rad ist in der Tat einzigartig. Es hat als Rostschutz nur einen Leinölfirnis-Überzug, man sieht also die blanken Rohre, die funkelnden Lötstellen. Eine überlieferte Bauerntechnik, aufwendig und schön. Doch wie immer bei Radnabel entspringt Schönheit aus Sinnhaftem. Dieses Rad ist/war Versuchsrad, es sollte möglich sein, etwas zum Ausprobieren anzulöten: Lötstelle einlacken, löten, erneut Öl auftragen und fertig.

Zwei Bilder:
das erste Bild vom ersten Scheibenfalter:

und – neulich in den Vogesen – vielleicht das letzte (??):

So manches Mal ist ja ein Radnabel dann doch wieder aufgetaucht. Es bleibt die Hoffnung.

Aus diesem Anlass wieder eine aktualisierte Geklaut-Liste:

klassik
900501
910308
910317
920705
920714
930149
930150
960700
960703
960718 mit Rohloff 016343 silber
960785

falter
13/13
31/31 mit Rohloff 072856 silber

„Seltenheit“: Breitreifen-Elektro-fastfalter

Ein Unikat – vorläufig – hat die Werkstatt verlassen. Ein Zwitter: vorne falter mit stillgelegten Rahmenscharnieren, hinten klassik-Schwinge für 60 mm breiten Reifen, dazu der bekannten Bafang-Motor. Es war die Umrüstung eines ehemaligen falters, die Rohloff war schon länger drin. Letztendlich war es eine aufwendige Angelegenheit. Aber es scheint sich gelohn zu haben. Nach zwei Tagen Einfahren, könnte man sich auch als purer Muskelkraftler dran gewöhnen, fährt klasse: So könnte man künftig E-fastfalter bauen.

Besagter ehemaliger falter ist fleißigen news-Lesern wohlbekannt. Der war seinerzeit von Tübingen nach Hongkong unterwegs gewesen (am besten aufzufinden über: http://www.radnabel.com/category/reise/).

Jetzt gibt‘s für den eine neue Aufgabe als Neckartal-Blitz. Er wird den Martin in seinem neuen Beruf als Bauwagen-Bauer künftig die 30km zur Bauwagen-Baustelle bringen – und wieder zurück.

Kleine Randbemerkung: neben den beiden großen Berufsgruppen unter den Kunden, den Ärzten und Lehrern (die sich relativ leicht ein gewissenhaftes Leben – mit teurem atl – leisten können, denn das Geld kommt ja „vom Konto“), entwickelt sich die Berufsgruppe der seltenen Bauwagenbauer erfreulicherweise zu einer signifikanten im Kundenprofil. Diese Gruppe hat es nicht ganz so leicht mit dem Lebensunterhalt. Da ist wohl Geistesverwandtschaft im Spiel zum Liegeradhersteller.