atl-elektro

FÜR GENUSSMENSCHEN UND FERNPENDLER


Unsere E-Erfahrungen reichen zurück bis 1989: bereits der atl-Prototyp fuhr anfangs elektrisch. Danach ließen wir über 20 Jahre die Hände weg von sowas. 2009 gab es ein paar E-atls “der neuen Generation” mit dem Heinzmann-classic im Hinterrad kombiniert mit Kettenschaltung. Die Nutzer sind glücklich damit. Hierzu die news vom 23. Februar 2009.

atl_heinzmann

 


Beim Hersteller manifestierte sich die kritische Haltung zum Thema. So entstand die zunehmend ernüchternde “Trilogie zum Elektrofahrad”, enthalten im Newsblock „e-mobilität„. In der news vom 26. Mai 2015 ist dokumentiert, wie sich diese Haltung inzwischen entspannte. Wir haben stets betont, dass deren Einsatz in Sonderfällen zu vertreten, ja sogar sinnvoll sein kann.


Ganz sicher sinnvoll ist ein atl-elektro, wenn an seiner Statt ausschließlich anderweitige E-Bikes in Betracht kommen. Und zwar wegen seiner Sicherheitsvorteile: motorisierte Fahrzeuge, die mit hoher Durchschnittsgeschwindigkeit gefahren werden, sollten besonders gute Bremseigenschaften aufweisen. Dies gewährleistet die atl-Geometrie mit dem weit vorgelagerten Vorderrad, kombiniert mit dem tiefen Schwerpunkt des Gesamtsystems, sowie dem Lenker vor der Brust. „Überbremsen“ als Ursache für gefährliche Über-den-Lenker-Stürze ist mit einem atl ausgeschlossen. Näher erläutert ist dieser Sachverhalt bei den „Eigenschaften„.

Fazit: wenn schon elektrisch, dann empfehlen wir die Entscheidung für einen atl-elektro: aus Sicherheitsgründen!


2013 entstand dieser E-atl mit Heinzmann-Directpower. Erst Anfang 2014 kam ein fast einjähriges Drama glücklich zum Ende. Die Elektronik macht nun was sie soll: sie tut seither! Diesen Nabenmotor gibt es für beide Räder. Hier vorne eingebaut, das ermöglicht hinten die Rohloff-Nabenschaltung. Die Erfahrung zeigt, die Traktion am Vorderrad ist ausreichend. Eine solide Lösung, aber nicht die optimale. Am vollgefederten Rad sollten die gefederten Massen der Räder klein gehalten werden. Bietet sich an ein Mittenmotor.

heinzmann_directpower


Und genau das haben wir seit 2014. Auf der SPEZI präsentierten wir Baumanns E-atl, den radnabel BEATL. Es ist ein auf Komfort ausgelegtes Premium-Fahrzeug. Wir verwenden den Bafang-Motor, ein chinesisches Produkt, kombiniert mit den Superakkus von Akkurad, die dafür 1000 Ladezyklen garantieren – bei E-Bikes einzigartig. Bestechend an diesem Tretlagermotor ist, dass er keinen Sonderrahmen erfordert.

Der Erst-BEATL bekam außerdem einen Komfortsitz mit vergrößerter, luftdurchlässiger Polsterung. Näheres dazu beim klassik-Zubehör.

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Noch in vormontiertem Zustand die erste Testfahrt: gleich ausgiebig mit allen erdenklichen Extremsituationen, so auch die steilste Auffahrt der Gegend mit garantiert über 30% Steigung über 80 Höhenmeter. Das Bild: oben + mitten im Schönbuch bei der Königlichen Jagdhütte, wo alle „Wichtigen“ mal gewesen sein müssen. Endlich war also auch ein BEATL da!

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Die news vom 30. April 2014 zum ersten BEATL


Seit 2015 bekommen die BEATLs bevorzugt Scheibenbremsen.

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Seit 2016 können auch falter mit Bafang ausgestattet werden, vorerst noch mit Tricks und Einbußen. Für den Motor muss auf den Tretlagerständer verzichtet werden. Die hintere Scheibenbremse würde beim Falten mit dem Motor kollidieren und muss durch eine Felgenbremse ersetzt werden. Die linke Kurbel muss vor dem Falten abgeschraubt werden (Schnellverschraubung), Sie würde beim Falten mit der hinteren Felge kollidieren. Denn Mittenmotoren leisten sich zur Zeit noch deutlich breitere Tretlagerachsen, beim Bafang ca. 40 mm. Bleibt zu fordern, dass Nachfolgemodelle schmäler werden. Unsererseits ist die Akku-Anbringung noch nicht endgültig gelöst.

Hierzu die news vom 21. März 2016

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Ebenfalls seit 2016 können BEATLs mit Reifen bis 60 mm Breite ausgestattet werden. Die breiten Reifen vervollkommnen die Eigenschaften der BEATLs: a) mit den breiten Reifen können Fahrbelagshindernisse auch in schnellem Tempo schlicht überfahren werden, b) die scharfen Bremsen können – das wurde mehrfach erläutert – bei dieser Fahrzeuggeometrie ohne Gefahr voll ausgenutzt werden.

Somit bietet der Breitreifen-BEATL die nötige Fahrsicherheit für schnelle E-Bikes. Zur Zeit bereiten wir die 45km/h-Zulassung vor und sind bereits auf das Wohlwollen beim TÜV gestoßen.

Noch einmal, wir meinen: So müssen schnelle 45km/h-E-Bikes aussehen, um sie seriös nennen zu können. Man sollte nicht länger zusehen, wie Nutzer „klassischer“ 45km/h-E-Bikes – mit zu kurzem Radstand kombiniert mit zu hohem Schwerpunkt – unnötig ihre Gesundheit riskieren.

Auch hierzu die news vom 21. März 2016

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